
Bulli-Panne
Frohes neues Jahr! Weihnachten und Sylvester liegen hinter uns. Ich hoffe, eure Feiereien waren angenehm. Ich persönlich habe meine Mutter in Bonn besucht. Sie hatte mir versprochen, an den Feiertagen nicht zu arbeiten. Und es ist uns gelungen, nicht über ihren Job zu sprechen. Danke, Mami! Deine Freier werden es verkraftet haben.
Was ich eigentlich erzählen wollte, ist das vorweihnachtliche Abenteuer, das Hannibal, BoingBoing und ich erlebt haben. BoingBoing und ich hatten Foo in Darmstadt besucht. Er wohnt den Winter über im Keller des Pfarramtes im Heimstättenweg. Wir drei bauten unsere Instrumente dort so gut es ging auf und arbeiteten an den Songs. BoingBoing hatte noch zu Hause ein paar Loops eingespielt, um die Nachbarn nicht zu heftig zu beschallen (sein Schlagzeug hätte im Keller sowieso keinen Platz gehabt). Die Songs werden geil, freut euch drauf. Später stieß Hannibal noch dazu.
Nach getaner Arbeit stiegen Hannibal, BoingBoing und ich in unseren alten Band-Bulli. BoingBoing wollte vom Frankfurter Hauptbahnhof aus wieder in den Norden und Hannibal zurück nach Friedberg. Zwischen Darmstadt und Frankfurt auf der A5 auf der Höhe von Walldorf passierte es: Bei einem Huppel setzte der alte Bulli kurz auf. Als wir das Kratzen des Blechs auf dem Asphalt und den Funkenregen sahen, der über die Frontscheibe sprühte, mussten wir noch lachen. Bald aber blieb uns das Lachen im Hals stecken. Die wenige Power, die der Motor ohnehin nur noch hatte, verpuffte endgültig. Jedesmal, wenn ich aufs Gaspedal trat, machte es nur noch wupp-wo-wupp-wupp-wo-wo-wo-wupp oder so. Der Bulli kam schließlich auf dem Pannenstreifen zum Stehen. Und das bei der Arschkälte (draußen waren es an die dreizehn Grad minus!).
Wir drei Nixblicker standen ratlos vor der geöffneten Motorhaube und guckten doof. Fehlt da nich was? meinte Hannibal schließlich. BoingBoing und ich guckten noch blöder. Ja, n Schlauch, fand BoingBoing. Wo isser denn? fragte ich. Da isser ja, meinte Hannibal. Ach, kuck, sagte BoingBoing. Da is ne Schraube locker, bemerkte ich. Is wohl abgeplatzt, überlegte BoingBoing. Können wa ja wieder ranmachen, fand Hannibal. Gute Idee, sagte ich. Haste Werkzeug an Bord? fragte BoingBoing. Ich überlegte kurz. Aber nur, um ein bisschen anzugeben. Natürlich hatte ich kein Werkzeug an Bord! N-n-nö, sagte ich dann. Wir brauchen aber einen Schraubenzieher, um die Schraube wieder festzudrehen, motzte BoingBoing. Ich hab halt keinen! schnauzte ich zurück. Haste nich was anderes? fragte Hannibal beschwichtigend. Ne Gabel? N Messer? Irgendwas? N Löffel, sagte ich nach einigem Überlegen. N Teelöffel, müsste irgendwo im Bulli rumfliegen. Ach ja, sagte Hannibal, den hab ich schon gefunden. Der steckte plötzlich in meinem Arsch, als wir über den Huppel gefahren sind. Lag auf dem Beifahrersitz.
Damit zog Hannibal einen joghurtverschmierten Löffel aus der Hosentasche, steckte den Schlauch wieder dahin, wo er hingehörte und zog die Schraube mit dem Teelöffel fest. Fuchs wird man nicht, Fuchs is man, näselte BoingBoing hanseatisch. Dann stiegen wir alle in den Bulli und fuhren pannenfrei weiter nach Frankfurt. Schwein gehabt.
Wir wünschen euch, dass das kommende Jahr pannenfrei oder wenigstens ähnlich glimpflich verläuft, wie unser kleines Abenteuer. Stay tuned. Die Lieder sind in der Mache. Das Warten lohnt sich!

Die Adventszeit ist da, und das erinnert mich an das vergangene Jahr, als wir Anfang Dezember einen Auftritt bei einem Jugendgottesdienst irgendwo im Westerwald hatten. Der Jugendgottesdienst sollte den Gläubigen und Ungläubigen den Glauben an die Bibel näher bringen. Wahrscheinlich deshalb hatte sich das Planer-Team diesen unglaublich jugendnahen Namen für ihre Feierlichkeit ausgedacht: Jingalongdingding – Jesus, shake my thing. Foo und Hannibal machten die ganze Hinfahrt über Witze darüber, welches Ding Jesus denn wohl shaken sollte. (In einem Telefonat hatte einer der Veranstalter mir gesagt, dass das Ding für das Leben im allgemeinen und besondere Themen im Besonderen stehen würde. Er hatte dafür andere Wörter benutzt, die irgendwie spiritueller klangen, aber das ist das, woran ich mich so einigermaßen erinnern kann).




